Ingeborg Bachmanns München

Lesung und Gespräch am Dienstag, 23. Juni 2026, 19:00 Uhr in der Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Str. 23 – Eintritt frei – Anmeldung erforderlich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 Kuno Raeber und Ingeborg Bachmann in der Franz Joseph Straße in München 1958 klein

Ingeborg Bachmann mit Kuno Raeber in der Franz-Joseph-Straße in München 1958 (Copyright: scaneg Verlag)

Ingeborg Bachmanns einjähriger Aufenthalt in München vom Herbst 1957 bis Herbst 1958 wird vergleichsweise wenig beachtet. Viel Raum in Biografien nimmt Bachmanns Wirken in Wien, Rom und Zürich ein. Sogar Neapel, Ischia, Berlin und natürlich Klagenfurt am Wörthersee werden im Zusammenhang mit der Lyrikerin und Schriftstellerin meist mehr beachtet als die Landeshauptstadt. Aber an der Isar, im Englischen Garten und vor allem im Stadtteil Schwabing passiert viel: Es entstehen lebenslange Freundschaften, es werden alte Liebschaften neu entfacht, es wird hart gearbeitet für den Bayerischen Rundfunk und für Veröffentlichungen im Piper Verlag in der Georgenstraße. Ingeborg Bachmanns Ruf als „Diva der Dichtkunst“ entsteht in ihrem Münchner Jahr, ihr Engagement für den Frieden manifestiert sich und ihre intensive Lektüre in der Franz-Joseph-Straße 9a von Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ wird ihr Schreiben beeinflussen. Im Zentrum der Veranstaltung steht die lange Freundschaft zwischen ihr und dem Schweizer Dichter Kuno Raeber, der zu dieser Zeit in der Franz-Joseph Straße 41 wohnt. Auch nach 1958 bleibt München bedeutend für Ingeborg Bachmann. Dieses vermeintlich ungeliebte Jahr, wie es dazu kommt und wie es fortwirkt ist Thema des Abends. Lesung & Gespräch mit Christiane Wyrwa und Matthias Klein (Kuno Raeber Werkbiograph:innen) und mit Nicola Bardola („Ingeborg Bachmanns München – Eine Chronik zum 100. Geburtstag“, Volk Verlag).

 

Monacensia neue Dauerausstellung

 

Service-Infos zur neuen Ausstellung: Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Str. 23
Barrierefreier Eingang: Siebertstr. 2, 81675 München
Öffnungzeiten
Mo–Mi, Fr 9.30–17.30 Uhr / Do 12–19 Uhr
Ausstellungen auch Sa, So 11–18 Uhr
www.monacensia.org
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Die Freunde der Monacensia haben einen neuen Vorsitzenden gewählt

Nach dem unerwarteten und plötzlichen Tod von Herrn Dr. Stephan Kellner im Oktober 2020 und wegen der Pandemie waren 2020 und 2021 schwierige Jahre für die Freunde der Monacensia. Als Stephan Kellners Nachfolger wurde 2021 der seit vierzig Jahren in und um München lebende Germanist Nicola Bardola gewählt. Er führt die Arbeit in Kellners und im Sinne des Gründers des Vereins der Freunde der Monacensia Dr. Wolfram Göbel weiter.


Daten zum Verein

Mit ihren Ausstellungen, Lesungen und Editionen gehört die Monacensia neben dem Literaturhaus zu den interessantesten und wichtigsten Literaturinstitutionen der bayerischen Landeshauptstadt. Es gibt kaum eine vergleichbare Einrichtung in anderen deutschen Städten.

Das Archiv der Monacensia beherbergt 150.000 Bücher und 400 literarische Nachlässe Münchner Autorinnen und Autoren mit 350.000 Autographen, Manuskripten, Typoskripten, Briefen, Tagebüchern und Fotografien. Allerdings erfordern die fortlaufende Ergänzung der Bestände, die Erschließung der Nachlässe und der Aufbau der bayerischen Literaturdatenbank hohe finanzielle Mittel ebenso wie die Ausstellungen und Publikationen, die aus dem Fundus des Literaturarchivs erarbeitet werden.

Deshalb wurde im November 2008 der Verein Freunde der Monacensia e.V. von dem Verleger Dr. Wolfram Göbel und der damaligen Leiterin der Monacensia Dr. Elisabeth Tworek ins Leben gerufen, um die einzigartige Münchener Einrichtung ideell und materiell zu unterstützen. Der Verein gibt ein Jahrbuch heraus mit den wichtigsten Vorträgen, Auszügen aus den Begleitbüchern zu den Ausstellungen und Berichten über die aktuelle Arbeit des Literaturarchivs der Stadt München.

Die Mitglieder erhalten ermäßigten Eintritt zu den Veranstaltungen und Ausstellungseröffnungen der Monacensia. Auch ein Jahrbuch ist im Mitgliedsbeitrag eingeschlossen. Durch Rundschreiben werden die Mitglieder ausführlich über die Arbeit der Monacensia informiert.

Informationen über die von der Monacensia herausgegebenen Neuerscheinungen und deren Subskriptionen werden den Mitglieder regelmäßig zugeschickt. Außerdem gibt es für die Freunde der Monacensia Exkursionen und Sonderführungen zu den Ausstellungen. Platzreservierungen bei Veranstaltungen sind für Mitglieder ebenfalls möglich.

Das Kuratorium
Professor Christoph Lindenmeyer (Vors.), Amelie Fried, Dr. Rolf Griebel, Professor Dr. Frido Mann, Professor Dr. Julian Nida-Rümelin, Asta Scheib, Gisela Schneeberger

Der Vorstand
Nicola Bardola (1. Vors.), Prof. Dr. Waldemar Fromm (2. Vors.), Anke Buettner, Dr. Peter Czoik, Edith Schwaiger, Judith Heitkamp, Alexander Strathern