Trauer um Dr. Stephan Kellner

Stephan Kellner 2019

Die Freunde der Monacensia trauern um ihren 1. Vorsitzenden Dr. Stephan Kellner

Am 14. Oktober 2020 ist der 1. Vorsitzende der Freunde der Monacensia, Dr. Stephan Kellner, im Alter von 64 Jahren in München plötzlich und unerwartet gestorben. Stephan Kellner war Landes- und Kunsthistoriker. Als sein Hauptwerk gilt sein Verzeichnis der „Historischen Kataloge der Bayerischen Staatsbibliothek München. Münchner Hofbibliothek und andere Provenienzen“ von 1996. Darüber hinaus beschäftigte er sich intensiv mit der Literatur, so in der Ausstellung von 2002 über verbotene Bücher. Er war seit 2004 Referent für Bavarica und seit 2015 Leiter des Bavarica-Referats in der Bayerischen Staatsbibliothek. Dort war er neben der Buch- und Bibliotheksgeschichte Bayerns und NS-Raubgutforschung auch für verschiedene Internetangebote zur bayerischen Kultur, Geschichte und Literatur zuständig, so für die Bayerische Landesbibliothek Online, das Historische Lexikon Bayerns, das Kulturportal „bavarikon“ sowie das Literaturportal Bayern. Mit Letzterem bildete die Monacensia als Kooperationspartner von Beginn an einen Schwerpunkt des Portals.
Der Verein der Freunde der Monacensia war sehr glücklich, Stephan Kellner als 1. Vorsitzenden des Vereins gewinnen zu können. Er wurde im August 2020 praktisch einstimmig gewählt und hatte kaum noch Zeit, seine vielen Ideen in die Tat umzusetzen. Seinen Tatendrang und seine Offenheit, seine freundschaftliche Kollegialität und seine menschliche Wärme werden wir in eindrucksvoller Erinnerung behalten und sehr vermissen. Wir trauern mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen und sind in Gedanken bei ihnen.

Vorstand der Freunde der Monacensia


Daten zum Verein

Mit ihren Ausstellungen, Lesungen und Editionen gehört die Monacensia neben dem Literaturhaus zu den interessantesten und wichtigsten Literaturinstitutionen der bayerischen Landeshauptstadt. Es gibt kaum eine vergleichbare Einrichtung in anderen deutschen Städten.

Das Archiv der Monacensia beherbergt 150.000 Bücher und 400 literarische Nachlässe Münchner Autorinnen und Autoren mit 350.000 Autographen, Manuskripten, Typoskripten, Briefen, Tagebüchern und Fotografien. Allerdings erfordern die fortlaufende Ergänzung der Bestände, die Erschließung der Nachlässe und der Aufbau der bayerischen Literaturdatenbank hohe finanzielle Mittel ebenso wie die Ausstellungen und Publikationen, die aus dem Fundus des Literaturarchivs erarbeitet werden.

Deshalb wurde im November 2008 der Verein Freunde der Monacensia e.V. ins Leben gerufen, um die einzigartige Münchener Einrichtung ideell und materiell zu unterstützen. Der Verein gibt ein Jahrbuch heraus mit den wichtigsten Vorträgen, Auszügen aus den Begleitbüchern zu den Ausstellungen und Berichten über die aktuelle Arbeit des Literaturarchivs der Stadt München.

Die Mitglieder erhalten ermäßigten Eintritt zu den Veranstaltungen und Ausstellungseröffnungen der Monacensia. Auch ein Jahrbuch ist im Mitgliedsbeitrag eingeschlossen. Durch einen monatlichen Newsletter und Rundschreiben werden die Mitglieder ausführlich über die Arbeit der Monacensia informiert.

Informationen über die von der Monacensia herausgegebenen Neuerscheinungen und deren Subskriptionen werden den Mitglieder regelmäßig zugeschickt. Außerdem gibt es für die Freunde der Monacensia Exkursionen und Sonderführungen zu den Ausstellungen. Platzreservierungen bei Veranstaltungen sind für Mitglieder ebenfalls möglich.

Das Kuratorium
Professor Christoph Lindenmeyer (Vors.), Amelie Fried, Dr. Rolf Griebel, Professor Dr. Frido Mann, Professor Dr. Julian Nida-Rümelin, Asta Scheib, Gisela Schneeberger

Der Vorstand
Dr. Stephan Kellner (†), Prof. Dr. Waldemar Fromm (2. Vors.), Anke Buettner, Dr. Peter Czoik, Dr. Hannelore Kolbe, Edith Schwaiger, Judith Heitkamp, Alexander Strathern